Götz Werner inspiriert mich und vermutlich auch viele Menschen ungemein. Seine Drogeriekette DM ist sehr beliebt und er geht in Bezug auf Mitarbeiterführung und Förderung interessante Wege. Vor allem Werners Einsatz für eine Ökonomie, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und die damit begründete Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen, sind wegweisend. Interessant ist dabei, dass Werner den Menschen in seiner Eigenverantworung sehen, will und die Sinnfrage immer als Grundlage für gesellschaftliches Handeln ansieht. Macht Sinn.
Gedanken sichtbar machen
Aus dem Studium habe ich undendlich langweilige Präsentationen in Erinnerung. Manche wurden tatsächlich mit dem guten alten Overhead (oder Polylux) erstellt. Und es gab tatsächlich noch Dozenten, die mit den grün, blau, roten Folienstiften darauf herumschmierten. Autsch. Totaler Horror. Die modernere Form ist natürlich die klassische Powerpoint-Präsentation. Folie um Folie werden die Zuschauer per Slideshow hypnothesiert. Ich erinnere mich noch an einen Vortrag, bei dem ich die Folien zur Unterstützung meiner Worte einsetzen wollte. Die Folien waren zu voll mit Text und der Text zu klein, um ihn vernünftig zu lesen. Das führte dazu, dass die Präsentation eher kontraproduktiv war, weil die Leute sich immer anstrengten, den Text zu lesen anstatt mir zuzuhörnen. Ich hätte vermutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen, wenn ich einfach nur geredet hätte. Oder ich hätte die Slideshow unkommentiert gezeigt!?
Man kann Powerpoint allerdings durchaus auch gut einsetzen, und zumindest stichpunktartig bestimmte Themen unterstreichen. Ein gute Präsentation kann einen guten Vortrag durchaus sehr gut machen.
Ein großes Problem bei Powerpoint besteht allerdings darin, dass die Präsentationen linear aufgebaut sind. Es ist ein generelles Problem von Medien und Software-Programmen, dass sie die Art und Weise, wie wir unsere Gedanken strukturieren, sehr stark beeinflussen. Wir denken in der Regel nämlich nicht linear sondern um die Ecke, oder in Sprüngen.
Ich verwende deshalb oft einen Zettel und Papier um meine Gedaken zu strukturieren. Hier hat man ein ganzes Blatt auf dem Gedanken in allen möglichen Formen zu Papier gebracht werden können. Man kann Bilder malen, Worte schreiben, einkreisen, mit Linien und Pfeilen verbinden, oder durchstreichen. Die Lineare Form wird aufgehoben und die vernetzte Form, in der wir denken, kann besser abgebildet werden. Software, die diese Form der Darstellung unterstützen gibt es auch: Ich finde hier Mindmaps am besten, ein gutes Freeware Programm ist z.B. xmind. Programme, dass Mindmapping und Powerpoint zusammen bringt ist z.B. Prezi oder Ahead. Eine Alternative zu Powerpoint bietet 280slides.com hier allerdings nur wieder in der eindimensionalen Form…
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Was ist Arbeit?
… wo geschieht sie, und wie können wir anders darüber nachdenken? Ein inspirierender Ted-Talk von Justin Fried, 37 Signals.
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Business Model Development als kreativer Prozess.
Alle Unternehmer, Selbständige, however you call us, mit denen ich in den letzten 2 Jahren häufiger zu tun hatte, waren keine klassischen MBA oder BWL Studenten, denen Business im Rahmen einer Ausbildung zu Teil wurde. Viele haben andere Dinge studiert, oder in Berufen gearbeitet, die wenig bis gar nichts mit dem Thema zu tun hatten.
So auch ich; Ich habe mich zwar immer für Ökonomie interessiert, allerdings nie mit dem Fokus kreativ mit der Frage umzugehen, wie man Geld mit einer bestimmten Tätigkeit, Produkt, Idee verdienen kann. Ich glaube, die Mehrheit der erfolgreichen Unternehmer geht diesen Weg des learning by doing, und ich erinnere mich, dass Prof. Faltin beim letzten Enrepreneurship Summit sinngemäß sagte, dass die Lernkurve eines Existenzgründers enorm steil verlaufe. Ich sehe das genauso. Ich habe wohl in meiner gesamten Unikarriere nicht so viel Wissen in mich hineingestopft, wie in einem Jahr Selbständigkeit. Es bleibt einem nichts anderes übrig. Man lernt durch Experimentieren. Und dieser Ansatz ist glücklicherweise auch in den moderne Erziehungstheorien vorhanden. Wer also wirklich lernen will, kann z.B. versuchen ein Unternehmen zu gründen, anstatt sich in der Uni zu verkriechen
Zwei Bücher haben mich bisher nachhaltig beeindruckt: Das erste erklärt Business-Model Development zu einem kreativen und künstlerischen Prozess. auch Günther Faltin beschreibt Entrepreneurship in seinem Buch “Kopf schlägt Kapital” als künstlerische Tätigkeit. Doch das Buch “Business Model Generation” von Alexander Osterwalder bringt Design und Businessplan zusammen, ermutigt zum Zeichnen und Geschichten erzählen. Hier werden Kulturtechniken gezielt eingesetzt um Ideen zu Bildern zu formen, und komplexe Zusammenhänge in einfachen Geschichten dazustellen. Der Business Model Canvas bietet die Matrix, auf der sich Gedanken von vielen Business-Künstlern in eine einheitliche Sprache übersetzen lassen, toll. (Auf der Website gibt es ein 70Seiten Preview!)
Das andere Buch, was mir immer wieder als frameset zur Evaluierung neuer Ideen dient heißt “Getting to Plan B” von Mullins und Randy Komisar. Die Autoren beschreiben die elementaren Bestandteile eines Businessplans und die Zwangsläufigkeit, mit der sich eine Geschäftsidee weiterentwickelt und durch kontrolliertes Dashboarding der relevanten Kennzahlen zu einem richtig guten Plan B oder auch Y-Z entwickeln kann. Starke Checklists und Anweisungen machen das Buch absolut nutzbar in der Praxis.
Hier erzählt Randy Komisar über den Plan B:
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Schnell eine eigene Webseite online bringen?
Ich beschäftige mich schon eine Weile mit Webdesign. Hierbei interessieren mich vor allem die Möglichkeiten, seinen Content unkompliziert ins Web zu bekommen. Vielleicht kennt der ein oder andere das Gefühl, dass es unheimlich abschreckend ist, sich mit all dem Fachwissen zu beschäftigen, nur um Dinge ins Netz zu stellen. Ich behaupte mal, dass es mittlerweile einfacher als je zuvor ist, die eigenen Inhalte ins Netz zu stellen.
Vor allem am Anfang kann man schnell zu einem guten Ergebnis kommen, wenn man sich mit fertigen Site-Buildern beschäftigt. Ich finde das Angebot von Jimdo ziemlich gut und nutze es derzeit auch für die Seiten von praktikabel.org und Lebenskleidung. Was bei Jimdo verbessert werden könnte, ist die Facebook-Integration (die mittlerweile immer mehr Standard ist).
Wenn man einen Blog schreiben will, kommen bekanntermaßen zwei große Anbieter in Frage: WordPress und Blogger von Google. Allerdings gibt es auch andere Anbieter, die immer beliebter werden. Nützliche Hinweise dazu findet man zu Hauf im Netz…
Wenn man viel Content erstellen und verwalten möchte bietet sich die Plattform Joomla an. Ich bin ein großer Fan von Joomla und man kann damit durchaus sehr umfangreiche Projekte realisieren. Ein Bekannter hat vor kurzem seinen ganzen Online-Shop darauf aufgebaut. Allerdings ist es hier absolut hilfreich, sich professionelle Hilfe zu suchen.
In Bezug auf anspruchsvolle Shop-Systeme bin ich immer noch relativ ratlos. Ich finde es schwer, sich zwischen den zahlreichen Lösungen zu entscheiden. Letztlich scheint eine out-of-the-box-Lösung, die trotzdem bestimmte Ansprüche erfüllt relativ schwer zu finden zu sein. Vermutlich ist man auch hier gut beraten, sich an die Leute zu wenden, die coole Referenzprodukte realisiert haben!?
Was ist wirklich unwichtig?
In einem Audio-Vortrag von der Franklin Covey Foundation gibt es ein schönes Beispiel. Darin antwortet ein Manager auf die Frage, warum er seinen Tag nicht plane? “Ich habe keine Zeit” !?
Was sich zunächst wie ein Scherz anhört, ist für viele, die ihr eigenes Projekt haben (Firma, Freelance-Job etc.) ziemlich ernst.
Wir stoßen bei unserer Arbeit immer wieder auf den Konflikt “Planung vs Tun”. Ich finde dabei den Ansatz von Steven Covey und seiner Unternehmensberatung ziemich genial und habe ihn mittlerweile für mein eigenes Arbeiten relativ gut integriert. Natürlich ist Steven Coveys Ansatz komplexer, aber das Grundgerüst ist eigentlich so simpel:
Es gibt vier Quadranten. Entscheidend ist es, seinen Tag so zu gestalten, dass man mehr und mehr Zeit im 2. Quandranten verbringt. Das heißt mit Dingen, die wichtig aber nicht dringend sind. Wenn man dazu keine Zeit hat? Tja, dann hat man ein Problem.
Ich halte mittlerweile nichts mehr von der vermeintlichen Freiheit des in den Tag hinein Arbeitens. Die Freiheit entsteht letzlich aus dem Plan, der einem ermöglicht, abzuwägen. Was ist relevant, was ist unwichtig, womit vergeude ich eigentlich nur meine Zeit!? Diese Fragen stellt man sich in der Hektik des Tagesgeschäfts viel zu wenig. So beginnt oft eine Abwärtsspirale, an deren Ende Burn-Out und finanzielle Verluste stehen. Spiral up!
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Warum hilft es, zu sehen, was andere machen?
Als es darum ging den workflow für die Teamarbeit von Lebenskleidung zu optimieren, habe ich mir viele Programme angeschaut.
Ich hatte mich vorher noch nicht oft mit Dingen wie Projektmanagment, Collaboration-Software und Costumer Management Systemen befasst. Allerdings merkten wir, dass wir als Team bei erhöhtem Arbeitsaufkommen ins Schwimmen gerieten. Zeitpläne mussten kreiert werden. To-Do-Listen erstellt und unsere Email-Postfächer liefen über mit Nachrichten, die wir uns selbst sendeten.
Unsere Wahl fiel auf Basecamp von 37 Signals. Ich war sofort von der Simplizität und der webbasierten Bedienbarkeit fasziniert. Und auch die Kollegen wissen es mittlerweile zu schätzen, so ein kleines Tool zu haben. Als CRM verwenden wir Highrise, von der gleichen Firma. Beide Programme sind unglaublich starke Werkzeuge, um die gemeinsame (aber auch die eigene) Arbeit zu organisieren. Zu den einzelnen Funktionen schreibe ich ggf. ein anderes Mal. Fazit ist: Es hilft, zu sehen, was die anderen machen, um zu wissen wo man steht. Wer immer noch 10 Minuten nach einer wichtigen Information in seinem Email-Postfach sucht, sollte über diese Optionen nachdenken
Übrigens ist auch der Blog Signal vs Noise, in dem die Macher von Basecamp über Design, Business und viele andere Themen schreiben sehr zu empfehlen.
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This is not BA or BWL
Es geht mir nicht darum, über Dinge zu reden, die man im BWL Studium lernt. Sicherlich ist es einfacher, während eines solchen Studiums Dinge vorgesetzt zu bekommen, die man sich als ungelernter Akteur mühsam erarbeiten muss. Allerdings ist es doch auch schön, Dinge zu lernen, indem man sie “einfach tut”. Eine Professionalisierung unter realen Bedingungen sozusagen.
Ich habe die Universität während meines Studiums immer für einen abstrakten Raum gehalten, abgekoppelt von der Wirklichkeit. Ich weiß nicht, ob das für die Betreibswirtschaftslehre oder Managment-Studiengänge auch gilt. Allerdings befürchte ich es…
Eine Kategorie über die ich in Zukunft schreiben möchte, heißt also BWL für den Geist. Betriebssysteme für Menschen in Aktion, oder so ähnlich. Ich hoffe hier lassen sich bestimmte Erkenntnisse generieren.
Categories: BWL für den Geist.
Ab jetzt als Blog
Ich möchte mit diesem Blog meine Lernerfahrungen und Ideen teilen, die ich als Gründer und freier Unternehmer mache.
Man liest und arbeitet sich durch so viele Themen, und es ist eigentlich zu schade, dass all dieses Wissen nur intern genutzt werden soll. Open Source, könnte man sagen.
Ich freue mich über Feedback und Hilfe zu WordPress. (Sorry I’m just starting)
Categories: Allgemein.

